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Täter-Opfer-Ausgleich: Bundesjustizministerium legt neuen Bericht zur TOA-Statistik vor

Deckblatt der Auswertung der bundesweiten Täter-Opfer-Ausgleich-Statistik des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz

Am 10. April 2018 wurde der aktuelle Bericht zum "Täter-Opfer-Ausgleich in Deutsch­land" vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegt. Das Vor­ha­ben wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Justiz koordiniert und be­treut.

Der Täter-Opfer-Ausgleich stellt ein wichtiges Instrument zur autonomen Konfliktlösung zwischen Opfer und Täter dar (häufig unter Beteiligung besonders hierfür geschulter Ver­mi­ttler/Täter-Opfer-Ausgleich-Stellen) und dient damit gleichzeitig einer Wiederherstellung des Rechtsfriedens.

Bereits die Veröffentlichung "Täter-Opfer-Ausgleich in der Entwicklung" im Jahr 2005 für den Zehnjahreszeitraum 1993 bis 2002 hat gezeigt, dass sich der Täter-Opfer-Ausgleich – auch bei einer längerfristigen Betrachtung – bewährt hat.

2008 wurde ein neuer Bericht zum Täter-Opfer-Ausgleich vorgelegt, der die Ergebnisse der "Täter-Opfer-Ausgleichs-Statistik" für die Jahre 2003 bis 2005 enthält. Dieser Bericht liegt nicht gedruckt vor und ist ausschließlich als Download verfügbar.

Die darauffolgenden Berichte umfassen die Jahre 2006 bis 2009 (Bericht aus 2011, mit einem Rückblick auf die Entwicklung seit 1993), 2010 (Bericht aus 2012), 2011 und 2012 (Bericht aus 2014) sowie 2013 und 2014 (Bericht aus 2016) und geben einen umfassenden Überblick über die weitere Entwicklung des Täter-Opfer-Ausgleichs in Deutschland.

Der aktuelle Bericht behandelt die Jahre 2015 und 2016 und schließt wieder einen umfassenden statistischen Rückblick auf die Jahre 1993 bis 2014 ein.

Im Zentrum des aktuellen Berichts aus 2018 stehen die Erfassungsjahrgänge 2015 und 2016 der bundesweiten "Täter-Opfer-Aus­gleich-Statistik". An verschiedenen Stellen wird soweit angezeigt auch auf Entwicklungen in den vorherigen Jahren eingegangen. Damit schließt dieser Bericht nahtlos an den vorangegangenen, im Jahr 2016 vom Bundesministerium der Justiz und für Ver­brau­cher­schutz veröffentlichten Bericht an. Zugleich erweitert der vorgelegte Bericht den Umfang der Statistik. Erstmalig werden zu­sätz­liche, seit 2015 erhobene Angaben zu den beteiligten Einrichtungen dargestellt, welche die Opferschutzrichtlinie (RL 2012/29/EU von 2012) betreffen.

Zudem zeichnet sich der Bericht durch eine besondere Schwerpunktsetzung aus: In einem eigenen Abschnitt widmet er sich dem Täter-Opfer-Ausgleich bei Straftaten gegen das Leben und zeigt, dass dessen Anwendung bei schweren Straftaten durchaus möglich ist, in der Praxis jedoch eher zurückhaltend herangezogen wird.

Gestiegen ist dagegen seit 2007 im neunten Jahr in Folge die Anzahl der Einrichtungen, die sich an der Täter-Opfer-Ausgleichs-Statistik beteiligten. Mit 72 Einrichtungen im Jahr 2016 ist wieder der bisherige Höchststand von 1997 erreicht worden.

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