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5. Welche rechtswidrigen Inhalte (Straftatbestände) werden vom NetzDG erfasst?

Das Gesetz erfasst ausschließlich rechtswidrige Inhalte, die einen oder mehrere der folgenden Tatbestände des Strafgesetzbuchs (StGB) erfüllen:

  • § 86 (Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen),
  • § 86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen),
  • § 89a (Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat),
  • § 91 (Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat),
  • § 100a (Landesverräterische Fälschung),
  • § 111 (Öffentliche Aufforderung zu Straftaten),
  • § 126 (Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten),
  • § 129 (Bildung krimineller Vereinigungen),
  • § 129a (Bildung terroristischer Vereinigungen),
  • § 129b (Kriminelle und terroristische Vereinigungen im Ausland),
  • § 130 (Volksverhetzung),
  • § 131 (Gewaltdarstellung),
  • § 140 (Belohnung und Billigung von Straftaten),
  • § 166 (Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen),
  • § 184b in Verbindung mit § 184d (Zugänglichmachen kinderpornographischer Inhalte mittels Rundfunk oder Telemedien),
  • § 185 (Beleidigung),
  • § 186 (Üble Nachrede),
  • § 187 (Verleumdung),
  • § 201a (Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen),
  • § 241 (Bedrohung) oder
  • § 269 (Fälschung beweiserheblicher Daten).

Es muss der objektive und subjektive Tatbestand der genannten Normen erfüllt sein und es dürfen keine Rechtfertigungsgründe vorliegen, wie etwa das Handeln in Wahrnehmung berechtigter Interessen.

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