Navigation und Service

1. Was muss ich bei der Verwendung des Führungszeugnisses im Ausland beachten?

Behörden verschiedener ausländischer Staaten verlangen zur Anerkennung des Führungszeugnisses unterschiedliche Echtheitsbescheinigungen. Die Echtheit des Führungszeugnisses kann durch eine Überbeglaubigung durch das Bundesamt für Justiz oder die Erteilung einer sog. Apostille bzw. Endbeglaubigung durch das Bundesverwaltungsamt (www.bundesverwaltungsamt.de) bestätigt werden. Ob Sie im konkreten Fall eine Apostille, eine Überbeglaubigung oder eine Endbeglaubigung benötigen, hängt davon ab, in welchem Land das Führungszeugnis verwendet werden soll.

Auskünfte, ob und ggf. in welcher Form eine Echtheitsbescheinigung verlangt wird, erteilen die Botschaften bzw. konsularischen Vertretungen der Länder, in denen das Führungszeugnis vorgelegt werden soll.

Einen ersten Überblick bietet Ihnen das Informationsblatt Deutsche öffentliche Urkunden zur Verwendung im Ausland des Auswärtigen Amts.

2. Wie und wo kann ich eine Überbeglaubigung beantragen?

Sie können einen Antrag auf Überbeglaubigung entweder gleichzeitig mit dem Antrag auf Erteilung des Führungszeugnisses oder nachträglich unter Vorlage des Originalführungszeugnisses stellen.

Die Gebühr für die Überbeglaubigung beträgt 20,00 EUR je Führungszeugnis und ist zusätzlich zu der Gebühr für die Erteilung des Führungszeugnisses zu entrichten.

Sofern Sie den Antrag auf Überbeglaubigung nicht gleichzeitig mit dem Antrag auf Erteilung des Führungszeugnisses bei der zuständigen Meldebehörde oder online beim Bundesamt für Justiz (https://www.fuehrungszeugnis.bund.de/) stellen, haben Sie auch die Möglichkeit, die Überbeglaubigung durch persönliches Erscheinen oder schriftlich (unter gleichzeitiger Übersendung des Originalführungszeugnisses) beim Bundesamt für Justiz zu beantragen:

Bei persönlichem Erscheinen:

Bundesamt für Justiz
– Besucherservice –
Adenauerallee 99 – 103
53113 Bonn


Öffnungszeiten:

Montag – Donnerstag: 07:30 – 16:00 Uhr
Freitag: 07:30 – 14:00 Uhr


Bei schriftlicher Antragstellung:

Bundesamt für Justiz
Referat IV 2
53094 Bonn

Geben Sie bitte bei der Antragstellung das Land an, in dem das Führungszeugnis vorgelegt werden soll.

Haben Sie das Führungszeugnis über das Online-Portal beantragt, erfolgt die Zahlung der Gebühr über elektronische Zahlungsverfahren. Bei persönlichem Erscheinen zahlen Sie die Gebühr in bar. Im Falle der schriftlichen Antragstellung zahlen Sie die Gebühr entweder durch Übersendung eines Verrechnungsschecks oder durch Überweisung. Geben Sie bitte unbedingt sowohl bei Übersendung eines Verrechnungsschecks als auch bei Überweisung der Gebühr als Verwendungszweck den Vor- und Nachnamen der antragstellenden Person und – soweit bekannt – das Aktenzeichen des Vorgangs an.

Für Überweisungen nutzen Sie bitte das nachstehende Konto des Bundesamts für Justiz:
Deutsche Bundesbank – Filiale Köln
IBAN: DE49370000000038001005
BIC: MARKDEF1370
Verwendungszweck: (Aktenzeichen des Vorgangs – falls vorhanden – und Vor- und Nachname der Antrag stellenden Person)

Die Überbeglaubigung wird erst nach Zahlungseingang der Gebühr oder Vorlage eines Zahlungsnachweises vorgenommen. Senden Sie bitte den Antrag auf Überbeglaubigung zusammen mit der Durchschrift des Überweisungsauftrags dem Bundesamt für Justiz zu.

Bitte beachten Sie zur Zahlungsweise auch die Hinweise in der Übersicht über das Zahlungsverfahren beim Bundesamt für Justiz (PDF, 116KB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm)

3. Wie und wo kann ich eine Apostille bzw. Endbeglaubigung beantragen?

Für die Erteilung von Apostillen ist das Bundesverwaltungsamt in Köln zuständig:

Bundesverwaltungsamt Köln
Referat ZMV II 6
Apostille und Beglaubigung
50728 Köln
beglaubigungen@bva.bund.de.


Bevor das Bundesverwaltungsamt eine Apostille bzw. Endbeglaubigung erteilen kann, muss das Bundesamt für Justiz zunächst die Echtheit des Führungszeugnisses durch Unterschrift und Dienstsiegel bestätigen.

Sie können den Antrag auf Erteilung einer Apostille oder Endbeglaubigung gleichzeitig mit dem Antrag auf Erteilung des Führungszeugnisses bei der Meldebehörde bzw. über das Online-Portal des Bundesamts für Justiz (https://www.fuehrungszeugnis.bund.de/) stellen.

Wenn Ihnen das Führungszeugnis bereits vorliegen sollte, haben Sie auch nachträglich noch die Möglichkeit, beim Bundesverwaltungsamt eine Apostille bzw. Endbeglaubigung zu beantragen. Zuerst muss das Bundesamt für Justiz die Echtheit des Führungszeugnisses bestätigen. Übersenden Sie daher bitte den an das Bundesverwaltungsamt gerichteten Antrag zusammen mit dem Originalführungszeugnis zunächst an das Bundesamt für Justiz:

Bundesamt für Justiz
Referat IV 2
53094 Bonn


Das Bundesamt für Justiz leitet das unterschriebene und gesiegelte Führungszeugnis dann an das Bundesverwaltungsamt zur Erteilung der Apostille bzw. Endbeglaubigung weiter. Über die Weiterleitung des Antrags an das Bundesverwaltungsamt werden Sie nicht gesondert benachrichtigt.

Bitte achten Sie darauf, bei der Antragstellung das Land, für das die Apostille bzw. Endbeglaubigung benötigt wird, sowie eine deutsche Adresse anzugeben. Das Bundesverwaltungsamt versendet Führungszeugnisse mit Apostille bzw. Endbeglaubigung nur an inländische Adressen.

Die Gebühr für die Erteilung der Apostille bzw. Endbeglaubigung wird vom Bundesverwaltungsamt gesondert per Nachnahme erhoben. Es besteht keine Vorschusspflicht.

Weitere Informationen zum Verfahren bietet das Bundesverwaltungsamt auf seiner Internetseite.

Diese Seite

Creative Commons Lizenzvertrag Soweit nicht anders gekennzeichnet, stehen die Texte auf dieser Seite unter einer
Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.