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2. In welchen Staaten kann die Geltendmachung von Unterhalt über das Bundesamt für Justiz erfolgen?

Die Geltendmachung von Unterhalt im Ausland kann entweder nach der EG-Unterhaltsverordnung (kurz: EG-UntVO), dem Haager Unterhaltsübereinkommen 2007 (kurz: HUÜ 2007), dem UN-Übereinkommen 1956 oder im Rahmen verbürgter Gegenseitigkeit im Sinne des § 1 Absatz 1 Nummer 3 Auslandsunterhaltsgesetzes (kurz: AUG) erfolgen. Im Verhältnis zu Dänemark ist die EG-UntVO nur eingeschränkt anwendbar. Dänemark beteiligt sich nicht am Kapitel VII der EG-UntVO (Zusammenarbeit der Zentralen Behörden, Artikel 49 bis 63 EG-UntVO) und ist deshalb als Nichtmitgliedstaat für dieses Kapitel anzusehen. Anwendung findet deshalb für die Zusammenarbeit der Zentralen Behörden weiterhin das UN-Übereinkommen 1956. Im Verhältnis zu den EU-Mitgliedstaaten hat die EG-UntVO Vorrang vor anderen Übereinkommen.

Für Deutschland ist das HUÜ 2007 derzeit im Verhältnis zu Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Norwegen, Türkei, Ukraine sowie den USA anwendbar. Der aktuelle Stand der Vertragsstaaten kann der Statustabelle auf der Homepage der Haager Konferenz entnommen werden.

Das UN-Übereinkommen 1956 hat 65 Vertragsstaaten. Daneben besteht in Kanada und Südafrika die Möglichkeit, den Unterhalt im Rahmen verbürgter Gegenseitigkeit nach dem Auslandsunterhaltsgesetz (kurz: AUG) geltend zu machen. Derzeit ist die Durchsetzung von Unterhalt nach diesen Vorschriften in 11 kanadischen Provinzen und der Republik Südafrika möglich.

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