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Wanderausstellung über die Justiz in der DDR wird in Leipzig gezeigt

Ausgabejahr 2018
Datum 06.09.2018

Bonn/Leipzig. Nach sechsjähriger Unterbrechung ist die Wanderausstellung „Im Namen des Volkes? – Über die Justiz im Staat der SED“ wieder für das Publikum zugänglich. Die Leipziger Außenstelle des Bundesbe­auf­tragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) zeigt die Ausstellung während des 72. Deutschen Juristentages und darüber hinaus bis Januar 2019.

Präsident Friehe hält Grußwort zur Eröffnung der Ausstellung „Im Namen des Volkes?“ Präsident Friehe hält Grußwort zur Eröffnung der Ausstellung „Im Namen des Volkes?“Präsident Friehe hält Grußwort zur Eröffnung der Ausstellung „Im Namen des Volkes?“ Quelle: Peter Wruck

„Eine Ausstellung gehört nicht ins Depot, sie gehört ausgestellt!“ Mit diesen Worten drückte Heinz-Josef Friehe, Präsident des Bundesamts für Justiz, seine Freude darüber aus, dass die BStU-Außenstelle Leipzig, die Organisatoren des 72. Deutschen Juristentages und die Zeit­schrift „Neue Justiz“ die Wanderausstellung „Im Namen des Volkes?“ nach Leipzig geholt haben.

Die Ausstellung wurde in den neunziger Jahren vom Bundesministerium der Justiz unter wissenschaftlicher Begleitung konzipiert und war bis 2011 sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern an über dreißig Orten zu sehen. Insgesamt über 200.000 Inte­ressierte haben sie damals besucht. Dargestellt werden der Aufbau der Justiz nach Kriegs­ende, der ständig wachsende und schließlich übermächtige Einfluss der SED, die Verflech­tung mit der Staatssicherheit, der Strafvollzug wie auch die Juristenausbildung. Die Ausstel­lung erinnert an Schauprozesse, den Umgang mit der Todesstrafe, blickt aber ebenso in den „normalen“ Justizalltag der DDR.

Von den zwei Exemplaren, die es von der Ausstellung gibt, wurde eines 2004 vom Land Sachsen-Anhalt übernommen und befindet sich jetzt dauerhaft in der Gedenkstätte Moritz­platz Magdeburg. Das zweite Exemplar stand und steht weiterhin als Wanderausstellung zur Verfügung. Zur Eröffnung in Leipzig kamen etwa 170 Teilnehmende in die BStU-Außenstelle „Runde Ecke“, Dittrichring 24, darunter Sebastian Gemkow, Sächsischer Staatsminister der Justiz, Birgit Munz, Präsidentin des Sächsischen Verfassungsgerichtshofs, Prof. Dr. Klaus Rennert, Präsident des Bundesverwaltungsgerichts, und Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

Gerichte, Behörden, Hochschulen, Schulen, Städte und Gemeinden, die die Ausstellung zeigen möchten, wenden sich an: Bundesamt für Justiz, pressestelle@bfj.bund.de.

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