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Opferschutzbeauftragter Edgar Franke besucht Bundesamt für Justiz (BfJ)

Ausgabejahr 2018
Datum 07.08.2018

Bonn. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Anliegen von Opfern und Hinterbliebenen von ter­ro­ristischen Straftaten im Inland, Professor Dr. Edgar Franke, MdB, hat das BfJ besucht, um sich über die Bewilligung von Härteleistungen für Opfer ter­ro­ris­ti­scher Straftaten zu informieren. Opfer terroristischer Straftaten und extremistischer Übergriffe können beim BfJ Härteleistungen beantragen. Gerade in der Situation nach einem Extremereignis kommt dieser staatlichen Hilfe als schnelle Unterstützung besondere Bedeutung zu.

Opferschutzbeauftragter Franke (2. v. r.) im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des BfJ Opferschutzbeauftragter Franke (2. v. r.) im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des BfJOpferschutzbeauftragter Franke (2. v. r.) im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des BfJ

Information, Dialog und Vernetzung kommen Betroffenen zugute

In dem Gespräch mit Vertretern aus dem Fachteam, dem Psychologischen Dienst des BfJ und Präsident Heinz-Josef Friehe erhielt Prof. Franke einen Einblick in die Erfahrungen mit der Betreuung von Opfern extremistischer und terroristischer Gewalt, wie etwa den Be­trof­fenen des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016. Die Not­wen­digkeit guter, allseitiger Vernetzung, welche das BfJ seit Jahren mit den verschiedensten In­stitutionen vorantreibt, spielt hier aus Sicht des Fachteams des BfJ eine ganz entscheidende Rolle: "Wenn alle Stellen, die bei der Bewältigung eines belastenden Ereignisses gefordert sind, gut koordiniert zusammenarbeiten, ihre jeweilige Expertise einbringen und miteinander teilen, hilft dies den Betroffenen."

Erfahrung durch Betreuung von Opfern und Hinterbliebenen von zahlreichen Terroranschlägen im In- und Ausland

Das BfJ kann auf jahrelange Erfahrung bei der Betreuung und Information von Opfern terroristischer Straftaten im In- und Ausland zurückblicken. Seit dem Jahr 2015 hat die Zahl terroristischer Anschläge im In- und Ausland kontinuierlich zugenommen. In den letzten drei Jahren hat das BfJ Betroffene von rund zwanzig Terrorereignissen im In- und Ausland begleitet und ihnen durch die Bewilligung einer Härteleistung geholfen. Besonders geprägt waren die letzten zwei Jahre durch die Betreuung der Hinterbliebenen und Opfer des Anschlags auf dem Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016. Das BfJ arbeitete hierbei eng mit dem damaligen Beauftragten für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016, Ministerpräsident a. D. Kurt Beck zusammen.

Informationsmaterialien und Antragsformulare sind im Internet unter www.bundesjustizamt.de/opferhilfe abrufbar.

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