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US-amerikanische Delegation zu Besuch im Bundesamt für Justiz

Ausgabejahr 2015
Datum 03.11.2015

Bonn. Eine US-amerikanische Delegation, bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des US-Außenministeriums sowie des US-Generalkonsulats in Frankfurt am Main, hat das Bundesamt für Justiz in Bonn besucht. Der Besuch diente dem Erfahrungsaustausch insbesondere auf dem Gebiet des Haager Kindesentführungsübereinkommens von 1980 (HKÜ).

Deutsch-amerikanisches Treffen zum Internationalen Sorgerecht im Bundesamt für Justiz. Deutsch-amerikanisches Treffen zum Internationalen Sorgerecht im Bundesamt für Justiz.Deutsch-amerikanisches Treffen zum Internationalen Sorgerecht im Bundesamt für Justiz.

Das Bundesamt für Justiz ist die Zentrale Behörde Deutschlands nach dem HKÜ. Über das Bundesamt können Anträge auf Rückführung gestellt werden, sofern ein Elternteil ein Kind gegen den Willen des anderen (mit-)sorgeberechtigten Elternteils in ein anderes Land entführt hat oder dort zurückhält. Im Jahr 2014 wurde das Bundesamt für Justiz mit 444 Ersuchen nach dem HKÜ befasst. Auf US-amerikanischer Seite nimmt die Funktion der Zentralen Behörde das US-Außenministerium wahr, wobei das Generalkonsulat unterstützend tätig wird.

Nach der Haager Konvention sollen die Zentralen Behörden eng zusammenarbeiten, um die Ziele des Übereinkommens zu verwirklichen. Die amerikanischen Gäste erhielten einen umfassenden Einblick in die deutsche Anwendung des Übereinkommens. Sie zeigten sich sehr interessiert an dem Internationalen Familienrechtsverfahrensgesetz, das die Ausführung des HKÜ in Deutschland regelt. Dieses bezeichneten sie ausdrücklich als „deutsche Erfolgsgeschichte“, da es vor allem durch Bildung spezialisierter Familiengerichte für eine besondere Kompetenzbildung auf Richterseite gesorgt habe und damit schnelle Rückführungen entführter Kinder erzielt werden könnten.

Beide Partner empfanden das Treffen als äußerst lohnend, sind es doch gerade die persönliche Bekanntschaft unter den Beteiligten und deren stetige Kommunikation, die eine effiziente Zusammenarbeit im Interesse der betroffenen Familien und Kinder ermöglichen.

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