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Traumnote "sehr gut" ist selten:
Bundesamt für Justiz veröffentlicht Übersicht über die Ergebnisse der Juristischen Prüfungen für das Jahr 2013

Ausgabejahr 2015
Datum 15.01.2015

Bonn. 2013 ist die Anzahl der erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen eines rechtswissenschaftlichen Studiums im Vergleich zum Vorjahr um rund 6,7 % gestiegen, nämlich auf 8.146 gegenüber 7.636. Die hohen Zahlen der 90er Jahre, als jährlich zwischen 10.000 und 12.000 Jurastudenten ihr Examen ablegten, sind allerdings vorbei. Das ergibt sich aus der Statistik zur Juristenausbildung, die das Bundesamt für Justiz (BfJ) jetzt veröffentlicht hat.

"Die Traumnote ´sehr gut´ erhielten bundesweit nur 29 Studierende. Sie ist damit eine ganz besondere Leistung", erläutert Heinz-Josef Friehe, Präsident des BfJ. "Im 2. Staatsexamen hat die Note ´sehr gut´ sogar Seltenheitswert. Dieses Spitzenergebnis erreichten 2013 in ganz Deutschland nur 4 Prüflinge."

Der Anteil der Frauen lag 2013 bundesweit bei 56,9 % und in den einzelnen Bundesländern zwischen 49,0 und 66,7 %. Damit ist der Frauenanteil leicht gesunken (2012: 57,6 %). Die Dauer des Studiums bis zum erfolgreichen Abschluss lag wie schon in 2012 bundesweit bei durchschnittlich 11,1 und variierte in den einzelnen Bundesländern zwischen ca. 10 und 13 Semestern.

Die zweite juristische Staatsprüfung haben 2013 von 8.730 geprüften Personen 7.491 (85,8 %) bestanden. Dies entspricht einem leichten Rückgang von etwa 3 % gegenüber dem Vorjahr, als von 8.994 geprüften Personen 7.711 das Examen bestanden hatten (85,7 %). 2013 lag der Frauenanteil unverändert bei ca. 54 %.

Die sogenannte "Befähigung zum Richteramt" erwirbt, wer ein rechtswissenschaftliches Studium und daran anschließend einen 24-monatigen juristischen Vorbereitungsdienst (Referendariat) erfolgreich abschließt.

Am Ende des Studiums steht eine zweigeteilte Prüfung aus einem universitären und einem staatlichen Prüfungsteil. Die Gesamtnote für diese "erste Juristische Prüfung" errechnet sich aus beiden Prüfungsteilen. Bis zur Reform der Juristenausbildung am 1. Juli 2003 wurde das Studium insgesamt durch eine landeseinheitliche Staatsprüfung ("erstes Staatsexamen") abgeschlossen (altes Recht). Mittlerweile gibt es nur noch vereinzelt Studierende, die nach den alten Vorschriften geprüft wurden. Diese werden in der Statistik noch in gesonderten Tabellen ausgewiesen. Das Referendariat wiederum wird weiterhin landeseinheitlich durch eine Staatsprüfung ("zweites Staatsexamen") abgeschlossen.

Die nach den Bundesländern differenzierte Ausbildungsstatistik erfasst noch weitere Informationen, etwa auch zu den sogenannten "Freiversuchen". Sie kann von der Homepage des BfJ unter www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/Justizstatistik/Juristen/Ausbildung_node.html kostenfrei abgerufen werden.

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