Navigation und Service

Erweiterung des Bundesamts für Justiz - Architektenwettbewerb ist entschieden

Ausgabejahr 2014
Datum 13.11.2014

Bonn. Ein wichtiges Bauvorhaben des Bundes in Bonn kommt voran: Der Architektenwettbewerb für den Erweiterungsbau des Bundesamts für Justiz ist abgeschlossen. Das Preisgericht entschied sich für einen Entwurf, den das Aachener Architekturbüro kadawittfeldarchitektur zusammen mit den Kölner Landschaftsarchitekten greenbox eingereicht hat. Ab 2016 soll nach diesen Plänen an der Adenauerallee 99 – 103 gebaut werden.

Foto: Erweiterungsbau des Bundesamts für Justiz an der Adenauerallee: Die vorderen, beim Erdbeben von 1992 beschädigten Gebäude, Adenauerallee 91-93, werden abgerissen und durch einen vierstöckigen Neubau mit Tiefgarage ersetzt. Erweiterungsbau des Bundesamts für Justiz an der Adenauerallee: Die vorderen, beim Erdbeben von 1992 beschädigten Gebäude, Adenauerallee 91-93, werden abgerissen und durch einen vierstöckigen Neubau mit Tiefgarage ersetzt.Erweiterungsbau des Bundesamts für Justiz an der Adenauerallee: Die vorderen, beim Erdbeben von 1992 beschädigten Gebäude, Adenauerallee 91-93, werden abgerissen und durch einen vierstöckigen Neubau mit Tiefgarage ersetzt.

Der Wettbewerb wurde vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung im Auftrag der künftigen Bauherrin, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, durchgeführt. Das Preisgericht tagte "vor Ort" im Weltsaal des Auswärtigen Amts. Der Siegerentwurf, der sich gegen 19 weitere Entwürfe durchsetzte, ergänzt den Gebäudekomplex Adenauerallee 99 – 103, der vom Auswärtigen Amt, vom Bundesamt für Justiz und vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz genutzt wird, durch zwei eigenständige Hofhäuser. Diese fügen sich als pavillonartige Bausteine in die Umgebung ein und werden durch ihre flache Gebäudekubatur eine vermittelnde Funktion zwischen den Großbauten und der Villenbebauung am Rhein übernehmen.

Das Preisgericht unter der Leitung von Professor Johannes Schilling votierte einstimmig für den Siegerentwurf. Zur Jury gehörten neben freischaffenden Architekten und Landschaftsarchitekten auch der Präsident des Bundesamts für Justiz, Heinz-Josef Friehe, sowie Vertreter des Bundesjustiz- und des Bundesbauministeriums, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung.

Das Preisgericht urteilte über den Siegerentwurf: "Das städtebauliche Konzept der Arbeit überzeugt durch eine klare Haltung sowohl zur städtischen als auch landschaftlichen Lage der Bestandsbauten. Architektonisch besticht das Projekt durch eine effiziente Organisation der gut gestalteten Büroflächen, denen durch die geschickte Anordnung der Teeküchen an die Innenhöfe informelle Kommunikationszonen von großer Qualität hinzugefügt werden." Den zweiten Preis sprach das Preisgericht den Hamburger Büros Böge Lindner K2 Architekten mit Schoppe + Partner Freiraumplanung zu, den dritten Preis den Stuttgarter Büros MGF Architekten mit Schweizer Landschaftsarchitekten.

Entsprechend der einstimmigen Empfehlung des Preisgerichts wird das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung nun kurzfristig im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die Vertragsverhandlungen mit dem ersten Preisträger aufnehmen. In den beiden "Hofhäusern", die der Entwurf vorsieht, werden Büros für etwa 200 Beschäftigte entstehen, ferner Besprechungsräume.

Insgesamt arbeiten derzeit beim Bundesamt für Justiz über 900 Beschäftigte, die sich auf drei Bonner Standorte (Adenauerallee, Gorch-Fock-Straße/Gartenstraße sowie Rheinweg) verteilen. Durch den Erweiterungsbau sollen möglichst viele dieser Beschäftigten am Haupt-Standort Adenauerallee 99-103 konzentriert werden. Das Bundesamt für Justiz ist zentraler Dienstleister der Bundesjustiz; unter anderem führt es das Bundeszentralregister sowie das Gewerbezentralregister und nimmt wichtige Aufgaben im internationalen Rechtshilfeverkehr wahr.

Diese Seite

Creative Commons Lizenzvertrag Soweit nicht anders gekennzeichnet, stehen die Texte auf dieser Seite unter einer
Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.