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Auslandsadoption – und dann?

9. Expertentreffen im Bundesamt für Justiz

Ausgabejahr 2013
Datum 27.06.2013

Gruppenfoto: Zum 9. Mal fand die Konferenz zur Auslandsadoption im Bundesamt für Justiz in Bonn statt. Zum 9. Mal fand die Konferenz zur Auslandsadoption im Bundesamt für Justiz in Bonn statt.Zum 9. Mal fand die Konferenz zur Auslandsadoption im Bundesamt für Justiz in Bonn statt.

Bonn. Bereits zum 9. Mal fand im Bundesamt für Justiz die jährliche Konferenz der Bundeszentralstelle für Auslandsadoption mit den Zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter und den zugelassenen Auslandsvermittlungsstellen statt. Unter den rund 60 Teilnehmern waren auch die Bundesministerien der Justiz, des Innern, für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Auswärtige Amt vertreten. „Dies ist die einzige Gesprächsplattform in Deutschland für Stellen, die mit dem Thema Auslandsadoption befasst sind“, hob der Präsident des Bundesamts für Justiz, Heinz-Josef Friehe, die Bedeutung der Konferenz hervor. Das diesjährige Thema lautete “Auslandsadoption – und danach?“.
Die Teilnehmer befassten sich zunächst mit alltäglichen Fragen nach Abschluss eines Adoptionsverfahrens im Ausland. Hierbei ging es um praktische und rechtliche Probleme der Pass- bzw. Visumerteilung zur Einreise des Adoptivkindes. Fragen zur Anerkennung ausländischer Adoptionen in Deutschland, zur Staatsangehörigkeit des Kindes und zur Namensführung wurden ebenfalls behandelt. Ferner wurden die Möglichkeiten einer Umwandlung diskutiert, wenn die ausländische Adoption in ihren rechtlichen Wirkungen hinter denen einer deutschen Adoption zurückbleibt. Bei dem Thema sozialer Leistungen wie Elternzeit und Kindergeld zeigte sich dann, dass gerade bei älteren Adoptivkindern noch Anpassungsbedarf besteht.

Intensive Diskussionen wurden aber auch über die Betreuung der Adoptivfamilien nach der Adoption geführt. Die Adoption ist ein lebenslanger Prozess und endet nicht mit dem Abschluss des gerichtlichen Verfahrens, waren sich die Tagungsteilnehmer einig. Hier zeigte sich, dass bei zurückgehenden Zahlen im Bereich der Auslandsadoption und dem fortbestehenden Betreuungsbedarf der Adoptivfamilien die privaten Auslandsvermittlungsstellen an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Die Landesjugendämter betonten, dass die privaten zugelassenen Auslandsvermittlungsstellen im Bereich der Auslandsadoption eine wichtige Rolle spielen und die Fortsetzung ihrer Arbeit nicht an finanziellen Problemen scheitern sollte. In Workshops wurde schließlich versucht, sowohl Konzepte für eine gemeinsame Fortbildung von Fachkräften als auch für eine bessere Vernetzung der Nachbetreuung bzw. gemeinsame Angebote zu entwickeln. Die nächste Konferenz wird voraussichtlich im Sommer 2014 stattfinden.

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