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20 Jahre Haager Übereinkommen zur Auslandsadoption

Bundesamt für Justiz in Bonn ist Bundeszentralstelle für Auslandsadoption

Ausgabejahr 2013
Datum 29.05.2013

Foto: Seit 20 Jahren Kinderschutz durch Haager Auslandsadoptionsübereinkommen Seit 20 Jahren Kinderschutz durch Haager AuslandsadoptionsübereinkommenSeit 20 Jahren Kinderschutz durch Haager Auslandsadoptionsübereinkommen

Den Haag/Bonn. Am 29. Mai 1993 wurde im Friedenspalais in Den Haag das Haager Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption unterzeichnet. Damit werden Kinder seit nunmehr 20 Jahren durch dieses Übereinkommen geschützt. Mit derzeit 90 Vertragsstaaten gehört es zu den erfolgreichsten Übereinkommen der Haager Konferenz für internationales Privatrecht. Für Deutschland gilt es seit dem 1. März 2002.

Das Übereinkommen knüpft an die Kinderrechtekonvention der Vereinten Nationen an. Bei grenzüberschreitenden Adoptionen sollen die Rechte der Kinder gewahrt und die Berücksichtigung ihres Wohles als oberste Richtschnur gesichert werden. Dies geschieht im Wesentlichen durch ein System der Zusammenarbeit von Zentralen Behörden oder entsprechend autorisierten Stellen in den Herkunfts- und Aufnahmestaaten. Durch die gegenseitige Anerkennung einer konventionsgemäß zustande gekommenen Adoption soll dem Kind an seinem neuen Lebensort Sicherheit und Schutz zuteil werden.

In Deutschland nehmen auf Bundesebene die Bundeszentralstelle für Auslandsadoption im Bundesamt für Justiz in Bonn und auf Landesebene die Zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter die Funktion der Zentralen Behörden wahr. Daneben spielen aber auch die zugelassenen Auslandsvermittlungsstellen freier Träger eine wichtige Rolle. „Zu den Staaten, aus denen die meisten Adoptivkinder kommen, zählen Russland, Äthiopien, Haiti, und Kolumbien“, erklärt Heinz-Josef Friehe, Präsident des Bundesamts für Justiz. Die Bundeszentralstelle für Auslandsadoption sei außerdem gutachterlich an den familiengerichtlichen Verfahren auf Anerkennung ausländischer Adoptionen beteiligt. In dieser Funktion habe sie bereits über 11.000 Rechtsgutachten zu Auslandsadoptionen verfasst, so Friehe. Darüber hinaus berate sie in- und ausländische Stellen und Bürger zu Fragen der internationalen Adoption.

Auf der Internetseite des Bundesamts für Justiz sind unter www.bundesjustizamt.de/auslandsadoption zahlreiche Informationen zur Auslandsadoption für Bürgerfragen veröffentlicht. Hierzu zählt auch eine kostenlose Broschüre, die heruntergeladen oder unter der Telefonnummer +49 228 99 410-5415 bestellt werden kann.

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