Navigation und Service

Härteleistungen für Opfer extremistischer Übergriffe

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger setzt sich kontinuierlich für Opfer extremistischer Übergriffe ein

Ausgabejahr 2012
Datum 14.06.2012

Bonn. Im Bundesjustizministerium hat die zweite große Informationsveranstaltung zur Gewährung von Härteleistungen als Soforthilfe für Opfer extremistischer Übergriffe stattgefunden. An der gemeinsam mit dem Bundesamt für Justiz organisierten Veranstaltung haben unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Opferberatungsstellen, MigrantInnen- und Flüchtlingsberatungsstellen, der Landesjustizministerien, Landeskriminalämter, verschiedener Polizeidienststellen, der Staatsanwaltschaften und Versorgungsträger teilgenommen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Information über Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten für Opfer extremistischer Übergriffe, der Erfahrungsaustausch sowie die weitere Verbesserung der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Opferschutz- und Opferhilfsinstitutionen bei der Beratung und Unterstützung der Opfer. Die Referenten stellten ihre Arbeit und unterschiedlichen Hilfsangebote vor. Daneben ging es vor allem um eine bessere Vernetzung der staatlichen und nicht-staatlichen Opferhilfeinstitutionen sowie um eine Verbesserung des Informationsflusses. Ziel aller Beteiligten ist es, die Betroffenen noch besser und schneller zu erreichen. Letztlich geht es darum, die Freiheit jedes Einzelnen vor Extremismen jeder Art zu schützen und zu verteidigen und den Opfern derartiger Taten die Solidarität der gesamten Gesellschaft auszudrücken.

Foto 2. Informationsveranstaltung zur Gewährung von Härteleistungen für Opfer extremistischer Übergriffe 2. Informationsveranstaltung zur Gewährung von Härteleistungen für Opfer extremistischer Übergriffe2. Informationsveranstaltung zur Gewährung von Härteleistungen für Opfer extremistischer Übergriffe

Die Bundesregierung hat für das Jahr 2012 erneut Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt, um Opfern von extremistischen Übergriffen eine Soforthilfe zukommen zu lassen. Sie ist als Akt der Solidarität des deutschen Staates und seiner Bürgerinnen und Bürger mit den Opfern gedacht, die häufig mit ihrem Schmerzensgeld- und Entschädigungsanspruch gegen die vermögenslosen Täter leer ausgehen. Zugleich soll mit ihr ein deutliches Zeichen für die Ächtung derartiger Übergriffe gesetzt werden.

Opfern extremistischer Übergriffe kann auf Antrag eine einmalige Kapitalleistung für Körperschäden sowie in Fällen massiver Beleidigung oder Bedrohung gewährt werden. Gegenstand der Leistungen können auch Unterhaltsschäden und Nachteile beim beruflichen Fortkommen sein. Anträge auf Härteleistungen können beim Bundesamt für Justiz in Bonn gestellt werden. Nähere Informationen hierzu gibt es im Internet unter www.bundesjustizamt.de/opferentschaedigung.

Diese Seite

Creative Commons Lizenzvertrag Soweit nicht anders gekennzeichnet, stehen die Texte auf dieser Seite unter einer
Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.