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Arbeitstreffen der Landesjugendämter mit dem Bundesamt für Justiz

Ausgabejahr 2012
Datum 29.03.2012

Bonn. Der Präsident des Bundesamts für Justiz, Heinz-Josef Friehe, konnte im März 2012 Vertreterinnen und Vertreter von zwölf der 17 deutschen Landesjugendämter sowie eine Mitarbeiterin des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Räumen der Zentralen Behörde für internationale Sorgerechtskonflikte im Bundesamt für Justiz begrüßen. Unter dem Vorsitz der Leiterin der Zentralen Behörde, Dr. Andrea Schulz, tauschten die Anwesenden ihre Erfahrungen hinsichtlich der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Pflegefamilien in Deutschland durch ausländische Gerichte und Behörden aus.

Das Bundesamt für Justiz ist die Zentrale Behörde Deutschlands nach der sogenannten Brüssel II a-Verordnung und dem Haager Kinderschutzübereinkommen von 1996. Beide sehen vor, dass vor der grenzüberschreitenden Unterbringung eines Kindes in der Regel die Zustimmung der zuständigen Behörden des Staates, in dem das Kind untergebracht werden soll, einzuholen ist. In Deutschland sind nach dem Internationalen Familienrechtsverfahrensgesetz die 17 Landesjugendämter zuständig, diese Zustimmungen zu erteilen. Ihre Entscheidung muss zudem jeweils von einem deutschen Familiengericht genehmigt werden. Das Bundesamt für Justiz, das in diesen Verfahren unterstützend tätig wird, bot den Beteiligten daher jetzt zum ersten Mal die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet auszutauschen. Am Ende des Treffens bestand Einigkeit, diese äußerst produktive Zusammenarbeit fortzusetzen und zu intensivieren.

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