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Bundesamt für Justiz verabschiedet Vizepräsident Veith

Winfried Schreiber ist Nachfolger

Ausgabejahr 2012
Datum 23.02.2012

Bonn. Nachdem vor nur wenigen Wochen Heinz-Josef Friehe durch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zum neuen Präsidenten des Bundesamts für Justiz ernannt worden ist, kommt es nun auch im Amt des Vizepräsidenten zu einem Wechsel. Der bisherige Vizepräsident der erst 2007 gegründeten Bundesoberbehörde Hans-Michael Veith wurde im Kreise zahlreicher Beschäftigter und Weggefährten in den Ruhestand verabschiedet. Präsident Friehe würdigte in seiner Ansprache die Verdienste Veiths um die noch junge Behörde. Nach dem Jurastudium war der gebürtige Bonner zunächst als Richter am Verwaltungsgericht Köln und Oberwaltungsgericht Münster tätig gewesen, bevor er 1988 in das Bundesministerium der Justiz wechselte. Dort befasste er sich im Schwerpunkt mit dem Atom- und Waffenrecht, dem Recht der Landwirtschaft, dem Lebensmittelrecht sowie dem Gewerberecht. Zuletzt war er Leiter eines der beiden Personalreferate des Ministeriums. 1998 wurde er bei der Bundesanwaltschaft Oberstaatsanwalt beim Bundesgerichtshof und übernahm in der Dienststelle Bundeszentralregister in Berlin die Leitung der Referate für Registerführung, Auslandsunterhalt sowie Internationale Sorgerechtskonflikte. Mit dem Regierungsumzug 1999 wurde die Dienststelle als Austauschbehörde des Bundesjustizministeriums nach Bonn verlagert. Im Jahr 2000 bekam der von Veith betreute Aufgabenbereich der Sorgerechtskonflikte eine besondere politische Brisanz, weil der damalige amerikanische Präsident Clinton die Problematik der Kindesentführungen zum Thema eines Gesprächs mit Bundeskanzler Schröder machte. Veith gelang es durch intensive Zusammenarbeit mit den Zentralen Stellen der anderen betroffenen Staaten, die Aufsehen erregenden Fälle pragmatisch und effizient im Sinne der Betroffenen zu lösen.

Mit der Gründung des Bundesamts für Justiz wurde Veith dessen Vizepräsident und leitete seitdem die neue Abteilung „Internationales Zivilrecht“, die sich unter anderem um die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen im Ausland kümmert und die Bundeszentralstelle für Auslandsadoption beherbergt. Sein Nachfolger als Vizepräsident soll Winfried Schreiber werden. Schreiber ist bereits als Abteilungsleiter im Bundesamt für Justiz tätig. Seine Abteilung ist neben weiteren Aufgaben für die Androhung und Beitreibung von Ordnungsgeldern gegenüber Kapitalgesellschaften zuständig, die ihren Jahresabschluss nicht fristgerecht im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht haben.

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